The End

Februar 6, 2010

Nun ist es leider soweit: Nach fuenf Monaten gemeinsamer Weltreise trennen sich unsere Wege…und damit endet auch dieser Blog! Danke fuer eure Unterstuetzung, wir sind dann raus!😉

Hasta luego,

Basti & Stef

Die Besteigung des El Misti

Februar 6, 2010

Anstatt den Inka-Trail zum Machu Picchu zu machen, haben wir uns entschlossen, als Ende der gemeinsamen Reise den Vulkan El Misti (5.825m) zu besteigen – eine deutlich groessere Herausforderung! Mit dabei sind Tobi, Maddin und Marc, mit denen wir bereits in La Paz die Death Road runtergeheizt sind! Hier ist unser Bericht:

Tag 1: Die Vorbereitung

Um 16:30 treffen wir uns mit den Jungs, um die Tour fuer die naechsten beiden Tage zu buchen. Lebensnotwendig fuer eine Expedition in solche Hoehen: Coca-Blaetter. Also gehen wir zusammen zum Markt, wo wir gleichzeitig Vorraete kaufen: 5-6l Wasser pro Person, Twix, Snickers, Oreos und Bananen. Zur Staerkung und gegen Marcs Kater bestellen wir auf dem Markt Jugo de Rana (Froschsaft! – Was ist erst gruen und wenn man auf einen Knopf drueckt rot??? Ein Frosch im Mixer!!!). Beeindruckend ist auch die Fleischabteilung, seht selbst!

Anschliessend geht es in den Equipment-Raum der Guides, wo wir von Aldo eingekleidet werden: Schnee-, wind- und wasserdichte Hosen und Jacken, Thermofleece, Handschuhe, Stoecke, Stirnlampen, Essgeschirr, Schlafsaecke und Zelte bekommen wir gestellt. Das muessen wir natuerlich alles den Berg hochschleppen, was zusammen mit den Vorraeten und Trinkwasser einen schweren Rucksack ergibt!😉

Tag 2: Der Aufstieg zum Basislager

Um 8 Uhr werden wir in unserer Unterkunft abgeholt, von wo aus es dann zum Startpunkt der Vulkanexpedition geht: Wir starten auf 3.415m bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen und schwersten Rucksaecken um ca. 11 Uhr. Das Basiscamp liegt auf 4.500m, wohin wir etwa 5 Stunden stramm maschieren. Eine Stunde vom Basislager entfernt setzten erste Regenschauer (Regenzeit in Peru!) ein. Als wir um 16Uhr am Nachtlager ankommen, hat es aufgehoert zu regnen und wir bauen schnell die Zelte auf. Kurze Zeit spaeter gibt es Abendessen: ein beachtliches 2-Gaenge-Menue aus Suppe und Kartoffelbrei. Nach dem Essen warten wir noch den Sonnenuntergang ab, bevor wir um 20Uhr schlafen gehen, weil es am naechsten Morgen frueh losgeht…

Tag 3: Auf zum Gipfel

…genauer gesagt sehr frueh: Um 1 Uhr nachts werden wir von unseren Guides nach einer sehr kurzen, fast schlaflosen Nacht in einem sehr engen Zelt geweckt. Dann gibt’s ein kleines Fruehstueck und los geht’s. Bewaffnet mit Stirnlampen, Snacks, Trinkwasser und Cocablaettern stuermen wir Richtung Gipfel – allerdings in Zeitlupe: die duenne Luft auf dieser Hoehe macht das Atmen sehr schwer. Geht man nur drei Schritte zu schnell, setzt die Schnappatmung ein, oder auch die Hoehenkrankheit. Die ganze Sache ist also kein Spaziergang (einige Mitstreiter mussten auf dem Weg zum Gipfel zum Basislager zurueckkehren)!

Auf ca. 5.200m und immer noch in vollkommener Dunkelheit setzt dann auch leichter Schneefall ein, der mit zunehmender Hoehe immer staerker wird. Davon lassen wir uns aber nicht abschrecken und kaempfen uns immer weiter. Als die Sonne aufgeht befinden wir uns in dichtem Wolkennebel und koennen den Gipfel nicht sehen. Als wir aber hoeher kommen, klart es langsam auf. Ploetzlich ist das Gipfelkreuz in Sicht und wir haben den finalen Anstieg erreicht. Hier ist die Luft jetzt so duenn, dass wir alle paar hundert Meter eine Pause machen muessen, aber wir quaelen uns weiter. Um ca. 8.45 Uhr nach bald 7 Stunden Kampf erreichen wir schliesslich den Gipfel: ein grossartiges Gefuehl. Das folgende „Gipfelbier“ haben wir uns dann auch redlich verdient!!!

Nach einer ausgiebigen Pause mit grandioser Aussicht muessen wir uns mit dem Abstieg beeilen, bevor es zu warm wird. Fuer den Abstieg zum Basislager brauchen wir gerade einmal eine Stunde (!), da wir einen Hang aus feinsten Vulkansand herunterrutschen koennen. Von hier aus geht es dann nochmal eineinhalb Stunden hinunter zum Ausgangspunkt der Reise, wobei uns auch immer mehr die Kraefte verlassen. Zurueck in Arequipa muessen wir uns dann erstmal bei El Turko mit ein paar Doenern staerken, bevor wir abends auf den El Misti anstossen!😉

Cañón del Colca

Februar 6, 2010

Drei Tage Trekking im (zweit-?)tiefsten Canyon der Welt…

1. Tag (31.01.10): Um drei Uhr nachts werden wir von unserer Fuehrerin Mirabel abgeholt und mit 19 weiteren Touris in einen engen Minibus verfrachtet. Von Arequipa geht es dann ueber teilweise asphaltierte Strassen Richtung Canyon. Unser erster Stopp ist in Chivay, wo wir unser Fruehstueck mit Koka-Pancakes bekommen. Von da aus geht es ueber den Kondor-Aussichtspunkt (keine Kondore!) nach Cabanaconde, von wo unser Abstieg in den Canyon beginnt. Zusammen mit Mirabel, Cate aus den USA und Julien, Julie und Astrid aus Frankreich stolpern wir insgesamt 1.300-Hoehenmeter stetig bergab, unsere Knie freuen sich! Unten angekommen beziehen wir unsere Lodge und goennen uns zum Abschluss des Tages ein Arequipeña (einheimisches Cerveza)…

2. Tag (01.02.10): Ziemlich einfacher Tag (was das Trekking angeht)! Von unserer Lodge klettern wir wieder ein gutes Stueck nach oben, laufen im Canyon herum, besuchen zwei Doerfer und kommen schliesslich nach einem erneuten Abstieg in unserer „Oasis Paraiso“ an…leider spielt das Wetter nicht so mit und wir koennen den Pool unter Palmen nicht so lange geniessen. An diesem Abend gehen wir frueh ins Bett, um fuer den morgigen Anstieg einigermassen fit zu sein. Irgendwie muss man ja aus dem Canyon wieder herauskommen…und einen Esel zu nehmen, kommt uns nicht in den Sinn (d.h. wir sind zu geizig dafuer! ;-)).

3. Tag (02.02.10): Um 5:40 Uhr beginnen wir unseren Anstieg, d.h. 1.300-Hoehenmeter innerhalb von 5km!!! Mirabel verspricht uns ein Bier, wenn wir den Rekord von 1:10 Stunde unterbieten…NO WAY! Nach anderthalb Stunden kommen wir aber zumindest als Erstes oben an und versuchen, die Schnappatmung loszuwerden. Nachher erfahren wir auch, dass die 1:10 Stunde Mirabels Bestzeit ist…der eigentliche Rekord liegt bei 48 Minuten (aufgestellt von irgend so einem kleinen Peruaner, der den ganzen Tag nix anderes zu tun hat, als Berge rauf und runter zu laufen…anders ist das nicht zu erklaeren!). Nach Fruehstueck und Sonnenpause in Cabanaconde brechen wir dann zum Erholungsteil auf: In den heissen Quellen Naehe Chivay koennen wir unsere Muskulatur entspannen und ein bisschen chillen. Nach Mittagsbuffet inklusive Cuy (=Meerschweinchen; nicht so der Hit, aber wir werden es noch auf einen zweiten Versuch in Arequipa ankommen lassen) machen wir uns auf den Rueckweg. Schliesslich lassen wir uns ziemlich erschoepft um sieben Uhr auf unsere Matratzen im Hostal Regis fallen.

Arequipa

Februar 3, 2010

Anstatt zum Machu Picchu, der aufgrund heftigster Regenfaelle auf unbestimmte Zeit gesperrt ist (http://www.focus.de/reisen/reisefuehrer/lateinamerika/machu-picchu-peru-urlauber-drama-vor-dem-ende_aid_475363.html), geht es vom Lago Titicaca nach Arequipa. Natuerlich waren wir zunaechst enttaeuscht, da wir eigentlich den Inka-Trail zu dieser Ruinenstadt machen wollten, doch schon bald sind wir von Arequipa begeistert:

Die zahlreichen Gebaeude aus der Kolonialzeit, der Blick auf den El Misti (5.822m) ueber der Stadt und etliche kulinarische Leckerbissen (sogar einen guten Doener gibt es hier!) koennen uns schnell ueberzeugen. Jeden Abend gibt’s hier spektakulaere Sonnenuntergaenge, die man am besten mit einem kuehlen Arequipeña ueber den Daechern der Stadt geniesst.😉

Zudem kann man von hier zahlreiche Touren unternehmen, z.B. in den Cañón del Colca oder auf den El Misti

Titicaca-See

Januar 31, 2010

The World’s Most Dangerous Road

Januar 31, 2010

63km Downhill-Mountainbiking von insgesamt 4.700 auf 1.100 (= 3.600-Hoehenmeter) = der absolute Wahnsinn (0ben Eiseskaelte und leichter Schneefall, unten Dschungel und tropische 35 Grad!

La Paz

Januar 31, 2010

Was macht man so in der hoechst gelegenen Hautpstadt der Welt?

1. Ganz viele Kokablaetter kauen (zur Bekaempfung der Hoehenkrankheit versteht sich…)

2. Sich fuer 70 Euro eine massgeschneiderte Lederjacke anfertigen lassen.

3. Auf dem Witches Market getrocknete Lama-Embryos anschauen (und riechen)!

4. Den Trubel des Alasitas-Festivals geniessen. Dabei kaufen Bolivianer Miniaturausfuehrungen von Autos, Haeusern, Geld, Universitaetsabschluesse usw., lassen sich die Gegenstaende weihen…damit diese Wuensche dann im laufenden Jahr bald in Erfuellung gehen. Uebrigens: Ein Miniaturhuhn verspricht Erfolg bei Frauen!😉

Tupiza

Januar 31, 2010

Nach stundenlangem, unfreiwilligem Aufenthalt in gluehender Hitze an der argentinisch-bolivianischen Grenze und folgender dreistuendiger Busfahrt ueber Buckelpisten (asphaltierte Strassen sind in diesem Land Mangelware) kommen wir spaet abends endlich in Tupiza an.

Bei unserer ersten Station in Bolivien buchen wir fuer den naechsten Tag eine ganztaegige Jeep-Tour. Zusammen mit Anna, Chris und Andy erkunden wir die sehr beeindruckende naehere Umgebung von Tupiza und beschliessen, zusammen auch noch die viertaegige-Tour von Tupiza aus zur Salar de Uyuni zu unternehmen.

PS: Habt ihr wahrscheinlich schon selber erkannt…der Artikel gehoert chronologisch ein paar Stufen nach unten an den Beginn unserer Bolivienreise.

Potosi

Januar 22, 2010

In der hoechsten Stadt der Welt auf knapp ueber 4.000m schauen wir uns am Abend unserer Ankunft unser erstes suedamerikanisches Fussballspiel an: Real Potosi gegen Cochabamba. Vielmehr als die Qualitaet der bolivianischen Liga (vielleicht Oberliga-Niveau) interessiert uns, wie die Spieler bei dieser Hoehe 90 Minuten lang durchhalten koennen…nach fuenf Minuten duerfte man uns beide naemlich bereits unter ein Sauerstoffzelt verfrachten!

Nach eiskalten Temperaturen in der Nacht machen wir uns am naechsten Morgen zusammen mit Skyler aus Kanada und Thys und Leonie aus Holland auf zur Minenbesichtigung. Zunaechst bekommen wir unsere Ausruestung und kaufen dann auf dem Miner’s Market Geschenke fuer die Minenarbeiter (Kokablaetter, Soft-Drinks, Akohol, Zigaretten etc.) und fuer uns etwas Dynamit… Unser Guide Ephraim (oder so aehnlich) erzaehlt uns, dass selbst Kinder Dynamit in diesen Laeden kaufen koennen und er als Kind auch damit „gespielt“ haette. Bei Demonstrationen der Minenarbeiter werden auch schonmal ein paar Autos in die Luft gesprengt! Schliesslich fahren wir rauf zu den Minen und betreten das 17. Jahrhundert…hier hat sich seit Zeiten der Kolonialisierung absolut nichts veraendert (vor allem nicht an den Arbeitsbedingungen der Minenarbeiter!). Bei Temperaturen um die 35 Grad kaempfen wir uns vier Ebenen tief in den Berg…nichts fuer Leute mit Klaustrophobie! Nach ca. zwei Stunden unter der Erde sehen wir etwas erleichtert das Tageslicht wieder und kommen zum Highlight der Tour: Wir duerfen unser Dynamit anzuenden, eine Weile in den Haenden bzw. im Mund behalten und dann einem vertrauensvollen Tour-Guide ueberlassen, der lossprintet und das Dynamit in sicherer Entfernung explodieren laesst. Spass pur!😉

Salar de Uyuni

Januar 22, 2010